Will Lavender – Tödlicher Gehorsam
Den mäßige Pseudo-Thriller von Will Lavender ‘Tödlicher Gehorsam’ muss man nicht lesen.
Der Thriller ‘Tödlicher Gehorsam’, den ich neulich gelesen habe, war mal wieder eine Empfehlung aus dem Bertelsmann Club und ist mir zufällig in die Hände gefallen. Der Klappentext hörte sich recht gut an und so ging ich voller Erwartung heran, an das Erstlingswerk des Autors Will Lavender.
Es geht um einen Universitätsprofessor, der seine Studenten im Fach Logik auf ein Rätsel ansetzt, nämlich eine verschwundene Person zu finden. Mit seltsamen Hinweisen führt er die Studenten auf verschiedene Spuren und zu einem sehr ähnlichen Fall, der tatsächlich statt gefunden hat. Nach und nach dämmert einigen der Studenten, dass etwas an dem Rätsel nicht stimmen kann und es beginnt eine Art Roadmovie – eine eher langweilige Spurensuche an verschiedenen Orten, bei der immer wieder Personen und Gegenstände auftauchen, die auch von Professor Williams in seinem Rätsel genannt worden sind.
Ich fand die ganze Story mäßig berauschend. Die Beschreibung von Situationen, Gegenden und Charakteren ist dem Autor meiner Meinung nach kaum gelungen: Zu oft tauchten Unstimmigkeiten auf, z.B. ein plötzlicher Tageszeitwechsel, der nicht logisch erklärt worden ist oder starker Regen, obwohl gerade noch die Sonne vom Himmel brannte etc. Bei den Hauptpersonen bekommt man nicht das Gefühl vermittelt, dass man ihre Charaktere im Verlauf der knapp 400 Seiten kennengelernt hat. Und der Handlungsverlauf ist weniger spannend als dröge vor sich hinplätschernd – als Thriller kann man dieses Buch eigentlich nicht bezeichnen. Andere Autoren hätten aus dem an sich interessanten Szenario sicherlich mehr machen können.
