Daniel Kehlmann – Die Vermessung der Welt
Ein guter und unterhaltsamer Roman: ‘Die Vermessung der Welt’ von Daniel Kehlmann.
Wahnsinn! Da habe ich schon wieder einen Roman verschlungen. Diesmal ‘Die Vermessung der Welt’ von Daniel Kehlmann.
Ein echt gutes Buch, ich habe es sehr genossen darin zu lesen und daraus vorzulesen. Größtenteils liest es sich locker von einer Seite zur anderen, manchmal hat es aber auch seine Längen, die nicht unbedingt für jedermann interessant sind.
Es geht um die Biographien zwei großer Herren der Geschichte, Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß. Beide lebten in der gleichen Zeit und ihre Geburts- bzw. Todesjahre liegen nicht allzu weit auseinander.
Daniel Kehlmann beschreibt in unterhaltsamer Art und Weise die Entdeckungen der damaligen Zeit (ausgehendes 18. Jahrhundert bis mittleres 19. Jahrhundert) und berichtet über die derzeitigen wissenschaftlichen Theorien und Themen. Gauß und Humboldt forschen als Entdecker auf verschiedenen Wissensgebieten und Kontinenten: Humboldt lernt mit seinem Gefährten Bonpland in Mittel- und Südamerika sehr viel kulturelle Vielfalt und geographische Besonderheiten kennen, Gauß ist in seiner Geburtsstadt Braunschweig
sowie in Göttingen tätig und beschäftigt sich mit Mathematik uns Astronomie. Obwohl sie hin und wieder von den Entdeckungen des jeweils anderen erfahren, treffen sie erst im fortgeschrittenen Alter aufeinander.
Mir hat das Buch sehr gefallen, weil es kurzweilig zu lesen ist und neben dem fiktiven Teil auch einige Fakten präsentiert, die durchaus interessant sind und das Allgemeinwissen bereichern. Passender Weise habe ich, während ich das Buch las, bei der Ausstellung ‘Orte der Sehnsucht‘ in Münster ein Bild gesehen, auf dem die beiden Weltentdecker – Humboldt und Bonpland – abgebildet waren. Mit den beiden wäre ich ja gerne mal auf Reisen gegangen
– und Daniel Kehlmann sicherlich auch (allein schon wegen der Vermessung der Welt)!
